Ich stand in einer Wüstenlandschaft der chilenischen Anden. Etwas war seltsam. Zunächst konnte ich  nicht erfassen, was es war. Dann merkte ich: Es ist still. Ganz still. Kein Laut, kein Geräusch.
Das kannte ich nicht. Völlige Stille. Beeindruckend, auch ein wenig erschreckend. Doch je länger ich da stand, desto ruhiger wurde ich.

In der heutigen Zeit Botschaften an die Menschen zu bringen, scheint nur noch über Lautstärke zu gelingen. In der Vielzahl der Stimmen und Meinungen muss man sich lautstark durchsetzen und sich Gehör verschaffen. Doch umso lauter werden auch die anderen. Auch die Werbung vor Weihnachten muss möglichst deutlich, manchmal schrill sein.
Jesus tritt nicht auf wie ein Marktschreier. Und oftmals braucht es die Stille, um da genau hinzuhören, was Gott uns mit Jesus sagt: Ich bin da!
Durch Stillsein und Hoffen werdet ihr stark sein, sagt der Prophet Jesaja. Er bringt damit zum Ausdruck, dass die Stille dem Hören hilft, dem Hören auf das eigene Herz, vor allem aber dem Hören auf Gott. Und dass aus solchem Hören Hoffnung und Stärke kommen – und schließlich auch das intelligente Handeln und das Erheben der Stimme, wo es nötig ist.
Stille, hörbereite Momente wünsche ich Ihnen in dieser Advents-, dieser Erwartungszeit.

Mit herzlichen Grüßen
Pfarrer Jochen Kettling

Herrnhuter Losungen

Tageslosung von Samstag, 17. August 2019
So spricht der HERR: Wie lange weigerst du dich, dich vor mir zu demütigen?
Seid nun Gott untertan. Widersteht dem Teufel, so flieht er von euch.

 Kirche und Gartenschau

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