Es steht Christinnen und Christen gut an, ihre Worte sorgfältig zu wägen und in ihrem Reden jede Herabsetzung einer Person zu unterlassen. Es steht Christinnen und Christen auch gut an, von der Bibel und von Jesus Christus her zu denken und zu argumentieren. Unsere Gesellschaft sieht sich als eine aufgeklärte Gesellschaft. Zur einer solchen gehört aber auch folgender Satz: Ich bin anderer Meinung, werde aber dafür kämpfen, dass Du die Deine äußern darfst. (Außer sie wäre beispielsweise zutiefst beleidigend oder rassistisch.)


Wenn nun Christinnen und Christen ihre Sorge äußern am Umgang des Themas „Sexualität“ in einem Bildungsplan, wenn Menschen darüber nachdenken, ob bestimmte Gedanken des „gender mainstreaming“ nicht zu starken Einfluss bekommen, dann ist es ihr gutes Recht und ihre Pflicht, diese Sorgen, Gedanken und guten Argumente in die Diskussion zu werfen. Wenn dann von anderer Seite die „Diskriminierungskeule“ geschwungen und das Wort „homophob“ entgegengeschleudert wird, wenn eine friedliche Demonstration massiv behindert wird, dann hat das mit der Meinungsfreiheit einer aufgeklärten Gesellschaft wenig zu tun. Und auch die sogenannten „shitstorms“ sind kein Beitrag zu einer solchen Gesellschaft. Waren wir da nicht schon weiter?


Im Sinne eines wertschätzenden Umgangs mit dem Standpunkt und der Meinung anderer wünsche ich uns allen „mehr Aufklärung“, bzw. mehr Reden im Sinne Jesu.


Mit herzlichen Grüßen
Pfarrer Jochen Kettling

Gottesdienste

Herrnhuter Losungen

Tageslosung von Montag, 20. September 2021
Ich werde nicht sterben, sondern leben und des HERRN Werke verkündigen.
Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir.

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